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Die Pläne der Politik, Equal Pay in der Zeitarbeitsbranche einzuführen, sind nach Ansicht des Bundesverbands Zeitarbeit (BZA) ein Frontalangriff auf die Tarifautonomie.... weiterlesen
Die Zeitarbeitnehmerzahl in Deutschland ist zum Jahresende 2010 leicht zurückgegangen, allerdings wesentlich geringer als saisonal üblich. Nach Berechnungen des Instituts der deutschen Wirtschaft (IW) ist die Zahl der Zeitarbeitnehmer im November 2010 weiterlesen
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Die Pläne der Politik, Equal Pay in der Zeitarbeitsbranche einzuführen, sind nach Ansicht des Bundesverbands Zeitarbeit (BZA) ein Frontalangriff auf die Tarifautonomie. „Unsere Branche bietet rund eine Million Arbeitsplätze – sozialversicherungspflichtig, mit dem gesetzlichen Kündigungsschutz und fast immer tarifgebunden. Die Zeitarbeit ist nicht der schmuddelige Hinterhof der deutschen Wirtschaft, sondern eine der wichtigsten Triebfedern des Wachstums. Garant hierfür sind die mit den Gewerkschaften ausgehandelten Tarifverträge. Wer sie durch Equal Pay aushebelt, schlägt mit der Axt auf den Aufschwung ein“, erklärte der BZA-Vizepräsident und Tarifverhandlungsführer Thomas Bäumer.
Bäumer weiter: „Durch Equal Pay bekäme die Zeitarbeit Tarifabschlüsse anderer Branchen ohne irgendein Mitspracherecht aufgezwungen – ein Geschaäf zu Lasten Dritter, vor allem der zehntausenden Arbeitnehmer, deren Job hierdurch wegfiele. Die seit 2003 von den Tarifpartnern zum Vorteil aller Beteiligten gelebte Sozialpartnerschaft stünde mit dem faktischen Ende der Zeitarbeitstarifverträge vor dem Aus.“ Zudem ist das Argument der Dumping-Löhne aus Sicht des BZA-Vizepräsidenten unhaltbar: „Die Bezahlung nach dem BZA- Tarifvertrag ist absolut marktgerecht, die nächsten Gehaltserhöhungen sind für Anfang Mai und Anfang November 2011 festgeschrieben.“
Scharf kritisierte Bäumer den geplanten Kuhhandel im Vermittlungssausschuss, der den Zeitarbeitnehmern von der Politik als Fortschritt verkauft wird: „Alle Betroffenen empfänden es als Hohn, wenn ihnen von der Politik Lohnerhöhungen versprochen werden, sie stattdessen aber nach Umsetzung der aktuell kursierenden Vorschläge auf der Straße stehen würden.“
Die Zeitarbeitnehmerzahl in Deutschland ist zum Jahresende 2010 leicht zurückgegangen, allerdings wesentlich geringer als saisonal üblich. Nach Berechnungen des Instituts der deutschen Wirtschaft (IW) ist die Zahl der Zeitarbeitnehmer im November 2010 zunächst geringfügig auf 901.000 Mitarbeiter gestiegen (+0,3 Prozent), im Dezember 2010 sank die Beschäftigung dann auf 877.000 Zeitarbeitnehmer (-2,7%). Da die Zeitarbeit in der Regel jedoch zum Jahresende wesentlich stärker abflaut - acht Prozent im Durchschnitt -, ist dies die beste Dezemberentwicklung aller Zeiten. Das sind die wichtigsten Ergebnisse des aktuellen IW-Zeitarbeitsindex, der vom IW und dem Bundesverband Zeitarbeit (BZA) herausgegeben wird.
BZA-Präsident Volker Enkerts erklärt zu den Zahlen: „Unsere Branche hat zwei äußerst erfolgreiche Jahre hinter sich: Allein in 2010 sind wir um 27 Prozent gewachsen. Seit April 2009, dem konjunkturellen Wendepunkt der Branchenentwicklung, sind 300.000 vollwertige, sozialversicherungspflichtige und tarifgebundene Jobs entstanden. Zeitarbeit ist damit eine tragende Säule des Aufschwungs auf dem Arbeitsmarkt und der Konjunkturentwicklung geworden. Umso unverständlicher sind daher die aktuellen Bestrebungen der Politik, Equal Pay in unserer Branche einzuführen – und dies trotz nahezu 100-prozentiger Tarifabdeckung. Sollten diese Pläne realisiert werden, würde dies zu einem massiven Arbeitsplatzverlust führen – auch außerhalb der Zeitarbeit. Die beeindruckende Entwicklung der letzten Jahre und unsere positiven Effekte auf die Gesamtwirtschaft würden damit der Vergangenheit angehören.“
Fast alle Arbeitsverhältnisse in der Zeitarbeit sind sozialversicherungspflichtig. Sie unterliegen vollständig dem allgemeinen deutschen Arbeitsrecht und werden zu nahezu 100 Prozent nach Tarifverträgen der Zeitarbeitsbranche bezahlt – im Fall der BZA-Mitglieder nach Tarifverträgen mit den DGB-Mitgliedsgewerk-schaften. Diese Löhne – die für etwa drei Viertel aller Zeitarbeitnehmer gelten – sind erst im Juli 2010 gestiegen und sollen ab Mai 2011 noch einmal steigen.
AusblendenSeit dem 01.02.2011 sind wir unter der Domain pp-zeitarbeit.de zu erreichen. Unsere altbekannten E-Mail Adressen bleiben erhalten. Alternativ erreichen Sie jeden Mitarbeiter auch über die neue Endung @pp-zeitarbeit.de.
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